Fachbereichsleiter:
Dr. Udo Ungureit
fbhw@aloberlin.de
Vorbemerkung und pädagogische Zielsetzung
Es ist eine wichtige Aufgabe der Gesellschaft und der Politik, dass Jugendliche mit Beeinträchtigungen unterschiedlicher Art
dauerhaft in Arbeit, Beruf und Gesellschaft eingegliedert werden.
Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung erhalten die Jugendlichen Perspektiven für eine geregelte Erwerbstätigkeit.
Sie erfahren außerdem Anerkennung durch die Gesellschaft und auch die Möglichkeit sich anschließend weiter zu qualifizieren.
Die Berufsschule und hier insbesondere der Fachbereich Hauswirtschaft und Textiltechnik hat eine berufliche Grund- und
Fachbildung in den entsprechenden Ausbildungsberufen zum Ziel und erweitert die vorher allgemein erworbene allgemeine Bildung.
Zusätzlich soll sie:
-
eine Berufsfähigkeit vermitteln, die Fachkompetenz und allgemeine Fähigkeiten humaner und sozialer Art verbindet
-
die Fähigkeit und Bereitschaft zu fördern, bei der individuellen Lebensgestaltung und im öffentlichen Leben
verantwortungsbewusst zu handeln
Zur Erreichung dieser Ziele sollten die Lehrkräfte des Fachbereiches:
-
den Unterricht in einer für ihre Aufgaben spezifischen Pädagogik ausrichten, die
Handlungsorientierung betont.
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ein differenziertes und flexibles Bildungsangebot gewährleisten, um unterschiedliche
Fähigkeiten und Begabungen gerecht zu werden
-
speziell Behinderte und Benachteiligte umfassend stützen und fördern
-
auf die mit Berufsausübung und privater Lebensführung verbundenen Risiken und Unfallgefahren hinweisen und
Möglichkeiten zu ihrer Vermeidung bzw. Verminderung aufzeigen.
Die aufgeführten Ziele sind auf die Entwicklung von Handlungskompetenz gerichtet, zu deren Umsetzung die Kolleginnen und
Kollegen des Fachbereiches sich verpflichten. Alle Lehrkräfte sind in der Lage nach Lernfeldern zu unterrichten.
Standorte und räumliche Ausstattung
Der Fachbereich ist an zwei Standorten präsent, und zwar in Schöneberg und in Britz. Den Schwerpunkt bildet der Standort
Schöneberg in der Goltzstraße 43/44, wo die "Hauswirtschaftshelfer/innen" und BV Lehrgänge mit dem Schwerpunkt
Hauswirtschaft/Textiltechnik beschult werden.
Ein Fachraum für küchentechnologische Übungen, ein Fachraum für textilpflegerische Übungen sowie zwei Demonstrationsräume für
die Lernfelder Hausreinigung und Hauswirtschaft in der Betreuung bilden das fachpraktische Zentrum dieser Ausbildung. Hinzu
kommen noch ein EDV Raum, ein zentraler Sammlungsraum und 6 AU Räume, die überwiegend von Schülerinnen und Schülern des
Fachbereiches genutzt werden. Eine umfangreiche Sammlung von
Büchern, Broschüren und aktuellen Zeitschriften ist vorhanden.
Die Änderungsschneider/-innen werden durch die enge Anbindung an das Annedore-Leber- Berufsbildungswerk, wo der praktische Teil der
Ausbildung stattfindet, am Standort Britz, in der Paster-Behrens-Str. 88 unterrichtet. Auch ein Teil der
Berufsvorbereitenden
Lehrgänge mit dem Schwerpunkt Hauswirtschaft/Textiltechnik wird in Britz unterrichtet. Ein Sammlungsraum der Textiltechnik
und des Gastgewerbes runden den räumlichen Bedarf des Fachbereiches dort ab.
Profilbildung des Fachbereiches
Der Fachbereich Hauswirtschaft, Textiltechnik und Gastgewerbe bietet zur Zeit im Rahmen einer dualen Ausbildung folgende
Beschulungsmöglichkeiten an:
- Hauswirtschaftshelfer/ -helferin nach § 66 Berufsbildungsgesetz
- Änderungsschneider/-in
- Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin
Zusätzlich werden Schülerinnen und Schüler in "Berufsvorbereitenden Maßnahmen" (1 Jahr) mit dem Schwerpunkt
Hauswirtschaft/Textiltechnik beschult.
Aktivitäten des Fachbereiches
- Zur Verbesserung der örtlichen Gegebenheiten (Trennung von Schule und Betrieb)
werden regelmäßige Treffen mit den Ausbildern der Maßnahmeträger einberufen, um
so eine bessere Einbeziehung der Praxis in den theoretischen Unterricht sicher zu stellen (Abstimmung der Ausbildungsordnung
mit dem Rahmenplan).
- Es werden regelmäßige Förderteamgespräche abgehalten, in denen mit Sozi-alpädagogen, Psychologen und natürlich
Lehrer/innen unseres Fachbereiches eine in-dividuelle Analyse eines jeden Schülers/ jeder Schülerin vorgenommen wird.
Dabei werden Themen wie u.a.: Sozialverhalten, Arbeitsmotivation, Belastbarkeit, Lernfähigkeit, Leistungsstand etc.
angesprochen. Diese werden ausgewertet und in Förderungsvorschläge eingebracht
.
- Es finden regelmäßige Sitzungen statt, um curriculare Themen und Fragen zu erörtern,
die ggfs. als Verbesserungen für methodische und didaktische Ansätze des Unterrich-tes zu verwerten sind.
- Alle Kolleginnen und Kollegen nehmen regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen
teil.
- Die jährliche Beschaffung von Unterrichtsmaterialien sowie Gerätschaften und Mobi-liar für den Fachbereich gehört
selbstverständlich zu den ständig
wieder kehrenden Aufgaben und Aktivitäten.
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Im Zentrum steht die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft. Hier gilt es besonders den
gesellschaftspolitischen Stellenwert von Berufen mit geringerer Wert-schätzung aufzuwerten. Dies sollte als wichtige Chance
für eine berufliche Qualifikation und Tätigkeit vermittelt werden.
Annedore-Leber-Oberschule | Paster-Behrens Str. 88 | 12359 Berlin | Tel. 030 / 66588 - 361